Aktuelle Information des Vorstandes zum Thema "Eiswerk"


 

Das Eiswerk und die umliegenden Grundstücke und Immobilien sind die wertvollsten Vermögensgegenstände im Eigentum der Seglervereinigung. Es überrascht deswegen nicht, dass mit Halbwahrheiten und Falschdarstellungen in den Cuxhavener Nachrichten Verkaufsdruck auf die Seglervereinigung zu Gunsten Dritter ausgeübt wird. Uns ist es wichtig, dass unsere Mitglieder verstehen, warum  wir in Sachen Eiswerk nicht unter Zeitdruck stehen. Jörn Pietschke hat bereits den am 15.1.2021 in den Cuxhavener Nachrichten erschienenen Artikel kommentiert. Im Folgenden haben wir ergänzend dazu weitere Fakten aufgelistet.

 

Die Faktenlage

Trotz mehrfacher Einladung und Bitten seit 2019 durch die SVC hat kein Mitarbeiter der Stadt sich bisher vor Ort über die Situation informiert.

 

Das Eiswerk und das umliegende Gelände hat die SVC als Lagerfläche für Boote der Vereinsmitglieder 1998 vom Bund erworben. Nach einem Bericht des Staatshochbauamts Cuxhaven aus 1975 ist der völlig desolate Zustand des Gebäudes bereits vor nunmehr 47 Jahren bekannt gewesen. Seit 2017 wird das Eiswerk nicht mehr von der SVC genutzt, da partielle Einsturzgefahr besteht: Das Gebäude steht am Rand des Schleusenpriels auf instabilem Grund ohne Gründungspfähle. Steinbrocken fallen von Dach und Wänden  herunter. Das Gebäude bricht in der Mitte zum Schleusenpriel hin auseinander. Aus Sicherheitsgründen hat die SVC das Gelände um das Eiswerk abgesperrt.

 

Ein Ingenieurbüro hat 2019/20 in einem Gutachten die notwendigen Erfordernisse zur Herstellung der Standsicherheit aufgezeigt. Die Kosten dafür liegen über 1 Mio €. Dazu kommen in der Höhe vergleichbare Kosten für die erforderlichen Sanierungsarbeiten am Gebäude selbst, um es als unbeheizte Lagerhalle nutzen zu können.  Zuschüsse für eine Sanierung sind laut der Stadt nicht zu erwarten. Die Stadt Cuxhaven hat bestätigt, dass für die SVC eine wirtschaftliche Sanierung und Nutzung nicht gegeben ist. Somit verfolgen wir zunächst folgende Varianten:

  • Erhalt des Gebäudes durch Verkauf. Suche nach einem gleichwertigen Bootslager an anderer Stelle
  • Beantragung einer Abrissgenehmigung und Bau eines neuen Bootslagers

Die SVC hat in den letzten Jahren das Eiswerk zunächst regional und dann auch überregional angeboten. Vor Erteilung der Abrissgenehmigung hat die Stadt diesen Schritt ausdrücklich gewünscht. Die Randbedingungen zum Verkauf waren mit der Stadt abgestimmt. Die Wichtigste lautet: Der Käufer muss das denkmalgeschützte Gemäuer sanieren und erhalten. Andernfalls wird ein etwaiger Kaufvertrag rückabgewickelt. Dies soll Immobilienspekulanten abschrecken.

 

Die in der Presse genannten 2 Angebote gibt es in der suggerierten Form so nicht.

 

Das Angebot der Firma Plambeck wurde als völlig unzureichend schon durch den vorherigen Vorstand abgelehnt. Der aktuelle Vorstand hat das Angebot ebenfalls als nicht annehmbar abgelehnt.

 

Ein weiteres Angebot gibt es nicht.

 

Die Stadt hat mindestens einem der möglichen Kauf - Interessenten eine Umnutzung zu anderen Zwecken in Aussicht gestellt. Warum wurde dies nicht direkt mit der SVC diskutiert?

 

Die Verkaufsbemühungen haben zu keinem positiven Ergebnis geführt. Der Antrag auf eine Abrissgenehmigung liegt der Stadt Cuxhaven seit Oktober 2020 vor. Wir haben seit mehreren Monaten alle Vorbedingungen / Wünsche der Stadt erfüllt und warten auf deren Bescheid. Dieser ist  mittlerweile längst überfällig.

 

Um es abschließend klarzustellen: Der Vorstand der SVC e.V. möchte das Eiswerk nicht abreißen! Richtig ist, dass sich der Vorstand bemüht, Bewegung in das Thema zu bringen und nicht tatenlos dem Verfall zuzusehen. Alle Optionen werden geprüft - auch der Abriss.

 


DER VORSTAND

 

Cuxhaven, 16.02.2022 / me